Canada 2015 - Naturfotografie

Thüringen
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Canada 2015

Reisen
 
Kanada 2015

 
Anfang September war es wieder soweit und ich besuchte mit meiner Frau zum 2. Mal das westliche Kanada und seinen herrlichen Rocky Mountains. Aufgebrochen sind wir in Frankfurt, wo wir nach einem 11-stündigen Flug das abendliche Vancouver erreichten. An unserem 1. Tag konnten wir, dank des Jetlag, gleich um 06:00Uhr, ausgeschlafen und frisch für den Tag ein traditionelles Breakfast mit  Kartoffeln, Eiern, Bratwürsten, Waffeln, Toast und einer endlosen Menge Kaffee genießen.

 
Los ging es nach Whistler, welches uns eigentlich nur als Zwischenstopp in die Weite des Landes diente. Trotzdem war das Olympiadorf von 2010 interessant anzusehen und was die Leute hier alles an Aktivitäten unternehmen können. Downhill und ein Flug am Drahtseil der großen Schanze waren nur 2 Sachen die ich nicht ausprobieren musste. Also weiter nach Norden auf die Gold Rush Trail von Kanada. Angekommen im 108 Mile House, einer Stadt welche wie viele andere auch, den Namen von früheren Stationen des Gold Rush Trails hatte. Die erste die wir passierten war das 70 Mile House welche sich dann wie ein Meilenzähler bis kurz vor Williams Lake, mit dem 150 Mile House hinzieht.
 
Weiter ging es dann zur Pyna-tee-ah Lodge, wo wir auch wieder feststellten, dass in Kanada alles etwas anders ist. Unsere Adresse für die Lodge war in Williams Lake, wo man uns allerdings mitteilte, dass diese Adresse in Likely war und es doch nur ca. 90km nördlich liegt.

 
Angekommen in der Lodge, begrüßte uns Peggy und Ihr Mann Garry aufs Herzlichste und gaben uns auch gleich das Programm für den nächsten Tag. Das hieße dann um 04:30Uhr aufzustehen und den großen Quesnel Lake mit einem Motorboot zu überqueren, lediglich gut100km, wo wir dann in ein Jet Boot umstiegen und einem Zufluss ca. 5km stromaufwärts folgten. Hier gab es dann auch schon die wirkliche Wildnis Kanadas zu spüren. Undurchdringliche Wälder, Steile Felsen und kleine Bäche. Dieser River mit der Größe wie ca. der Main bei Lichtenfels, schlängelt sich hier zwischen umgestürzten Bäumen, Sandbänken und Untiefen.  Mit unserem Guide Garry, ließen wir uns dann stromabwärtstreiben auf der Suche nach unserem wirklichen Ziel, den Grizzly´s bei ihrer Jagd auf die Lachse. Leider wie schon von Garry angekündigt, gibt es dieses Jahr sehr wenig Lachs, dass dann auch heißt, sehr wenige Bären. Und wir brauchten dann auch über 5 Stunden Suche bis wir den ersten Grizzly sahen. Leider nur aus einer Entfernung von ca. 30-40 Metern. Aber es ist die Wildnis und da gibt es eben keine Garantie. So konnten wir uns den Rest des Tages der Beobachtung zahlreicher Adlern und vielen anderen einheimischen Wildtieren widmen. Und wer denk, dass nach einem 12 stündigen Ausflug ist Ruhe angesagt ist, der irrt. Nach dem familiären abendlichen Dinner, klingelt der Wecker am nächsten Tag auch wieder um 04:30 Uhr. Diesmal mit Rayn, welcher unser Guide für diesen Tag war. Und wir hatten Glück, nach nur ein paar Minuten Fahrt über Schotter Piste treffen wir den ersten Schwarzbären im frühen kanadischen Nebel. Neben einen jungen Wolf, Sandhill Crane ( eine Kranich Art ) sehen wir einen herrlichen Sonnenaufgang entgegen. Nun konnte ich auch meine Fotoausrüstung bei gutem Licht auspacken und die Suche nach Bären fortsetzen. Neben den Red Squirrel ( rotes Eichhörnchen ) und den Chipmunks   (eine Streifenhörnchen) sehen wir auch bald den nächsten Schwarzbären der gerade ein Wespennest auseinander legte und Fersengeld gab, als er uns bemerkte. Auf der Suche nach dem Bären schwankte mein Respekt von Leidenschaft für die Beobachtung bis hin zu Angst wo der Bär sich versteckt und reagiert. Da Ryan ein Naturbursche ist, haben wir uns ganz auf Ihn verlassen und vertrauen auf seinem Hund und seinem Pfefferspray. Allerdings hat der Bär die bessere Nase und lässt nur ein Bild von seinem Hinterteil zu. Aber die Entfernung zu dem Bären wird kürzer und betrug lediglich noch 20 Meter. Persönlich denke ich, dass jeder die Natur mit einem gewissen Respekt begegnen sollte, und sich nicht über etwas stellt, wovon er keine Ahnung hat. So beobachten wir den nächsten und letzten Bären für heute wieder aus einer sicheren Entfernung und genossen seinen Lunch zur Mittagszeit. In unserer Lodge angekommen, der Auswertung der Bilder und einem herzlichen Dinner machten wir uns bereit für unsere Weiterfahrt in die Rocky´s was mir persönlich am besten gefiel.

 
    Die Rocky Mountains´s, eine Gebirgskette von Alaska bis fast nach Mexiko. Für Fotografen einfach nur geil. Ihre Faszination mit riesigen Felsformationen, Seen und Flüsse mit zahlreichen Wasserfällen und Canyons kann man mit Worten gar nicht und mit Bildern nur teilweise beschreiben. Wir machten Halt im Yoho Nationalpark, wo wir am Emerald Lake eine wunderbare Zeit und vier Abende am eigenen offenen Kamin verbrachten. Jetzt war Urlaub. Wandern, Ruhen, Genießen und Fotografieren. Ein Traum. Neben einem Besuch in Banff und dessen Nationalpark, suchten wir immer wieder nach den wilden Tieren Kanadas. Leider war uns das Glück nicht holt und wir beließen die Suche und genossen die wunderbare Landschaft. Es ist eben Natur und kein Zoo.

 
    Drumheller, liegt in Mitten der Badlands von Kanada, Nordöstlich von Calgary, wo die Straßen in dieser flachen Gegend nur noch rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Das heißt wenn nicht ein Hügel kommt, weiß man was die nächsten 5-10km passiert. Auch anders als Deutschland, fahre ich auf eine Kreuzung zu, Sichtweite links ca. 2-3 km rechts 2 km und ein Stoppschild mit 4 Way. Das heißt wirklich das man da anhält, und der erste an der Kreuzung die Vorfahrt hat. Egal ob ein „kleiner“ SUV, ein Fahrrad oder ein LKW mit vielleicht 60Tonenn Holz. Aber es funktioniert und dies gibt es auch in den Städten, wo diese Kreuzungen mit 4 Stoppschildern den Verkehr regeln, wenn nicht mal eine Ampel installiert ist, welche dann allerdings auf der gegenüber Seite der Straße angebracht ist. So ging es dann zu einem Besuch in die Badlands, ein Canyon welcher aus Wind und Wasser geformt wurde und als Ausgrabungsstätte für Urzeitliches in ganz Kanada bekannt ist. Bei einem Besuch im Tyrrell Museum konnten wir uns von Funden überzeugen, welche ich mir nicht hab träumen lassen. Auf jeden Fall ein Besuch wert. Sehr interessant auch die Hoodoos im Osten von Drumheller gelegen. Dort kannst du Sandskulpturen von mehreren Metern Höhe und unterschiedlichsten Formen besichtigten.
 
Unser letzte Stadion vor unserer Heimreise war ein Besuch der First Nation, die heutige Bezeichnung der Indianer. Die Siksika, ein Stamm der Blackfoot Indianer, haben hier ein sehr anschauliches Museum über ihr Leben und Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 
Kanada, ein Land für Naturliebhaber und Menschen die nicht unbedingt den Strand missen wollen. Ich, sowie meine Frau, weiß mit Sicherheit das wir hier noch nicht alles gesehen haben und
wieder kommen und vielleicht auch mal ….

 
We will see.
 
Gerne sind mehr Bilder unter meiner Homepage:                                                                                              
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Liebe Grüße   
Steffen & Heike
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